Staatliche Realschule Freyung

„ArchitekTour grenzenlos“: Wenn aus Nachbarn Freunde werden

Europa ist kein abstraktes Konzept in Brüssel, sondern beginnt direkt vor der eigenen Haustür – dort, wo bayerische und tschechische Wanderpfade ineinander übergehen. Ein grenzüberschreitendes Rad- und Wanderprojekt stärkt die europäische Identität der Realschule Freyung und ihrer Partner aus Vimperk
Mit der Fertigstellung des neuen Rad- und Wanderwegs „ArchitekTour grenzenlos“, der die Partnerstädte Freyung und Vimperk (Winterberg) verbindet, wurde nun ein sichtbares Zeichen der Verbundenheit gesetzt. Für die Realschule Freyung ist dieses Projekt weit mehr als eine touristische Neuerung: Es ist ein zentrales Element ihrer lebendigen Schulkultur.

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Christian Kilger, Lenka Pechoušková, Herbert Unnasch, Rita Schinko, Mathias Bernhard mir den Schülerinnen und Schülern aus Winterberg und der Klassen 8B und 8D der Realschule Freyung

Der rund 60 Kilometer lange Weg ist eine Einladung, das bayerisch-böhmische Waldgebirge neu zu entdecken. Von Freyung aus führt die Route über markante Stationen wie den Geyersberg mit seinem Aussichtsturm – ein Herzstück des Interreg-geförderten EU-Projektes – über Bischofsreut und den Grenzübergang Marchhäuser bis in die historische südböhmische Stadt Vimperk.

Für die Schülerinnen und Schüler der Realschule Freyung und der Grundschule aus Winterberg bot die gemeinsame Wanderung auf den Geyersberg den idealen Rahmen, um sich über Sprachbarrieren hinweg kennenzulernen. Beim gemeinsamen Mittagessen in der Realschule Freyung wurde deutlich, dass die „ArchitekTour“ nicht nur Wanderer, sondern auch junge Menschen zusammenbringt.

An der Realschule Freyung hat die Pflege der Freundschaft zu den tschechischen Nachbarn einen hohen Stellenwert. Der europäische Gedanke ist fest im Schulprofil verankert. Die Schule ist für ihr hohes Engagement bei Austauschprogrammen bekannt und versteht sich als Brückenbauerin in der Grenzregion. „Interkulturelle Kompetenz ist für uns keine Theorie aus Lehrbüchern, sondern gelebter Alltag“, unterstreicht Mathias Simmerl. Durch die regelmäßigen Begegnungen lernen die jungen Menschen, dass die Grenze heute keine Trennlinie mehr ist, sondern eine kulturelle Bereicherung.

Projekte wie dieses fördern das Verständnis für ein gemeinsames Europa, in dem Offenheit, Respekt und Neugier die Basis für ein friedliches Miteinander bilden.

Dass ein solch komplexes Vorhaben gelingt, ist dem unermüdlichen Einsatz vieler Beteiligter zu verdanken. Federführend für die Koordination waren Christian Kilger und Herbert Unnasch von der Stadt Freyung. Die pädagogische Brücke zwischen den Schulen schlugen die Lehrkräfte Lenka Pechoušková aus Winterberg sowie Mathias Simmerl von der Realschule Freyung, die das Projekt maßgeblich begleiteten. Vor Ort wurden die Freyunger Realschüler von den Lehrkräften Rita Schinko und Matthias Bernhard betreut, die den Wert der Begegnung für die Persönlichkeitsentwicklung der Jugendlichen hervorhoben.

Die Vorfreude auf den Gegenbesuch in Winterberg ist bereits groß. Neben der Erkundung der historischen Altstadt und den Brauereiterrassen steht vor allem die Vertiefung der neu geschlossenen Freundschaften im Mittelpunkt. Für die Schülerinnen und Schüler ist eines bereits jetzt gewiss: Die „ArchitekTour grenzenlos“ ist erst der Anfang einer langen Reise durch ein gemeinsames, europäisches Zuhause.

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