Am Montag, den 26.03.2026, versammelten sich rund 250 Ehrengäste, Eltern, Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler sowie zahlreiche Partner in der festlich geschmückten Aula der Staatlichen Realschule Freyung, um das richtungsweisende Projekt „Made in FRG – Perspektiven dahoam“ vorzustellen. Initiiert und koordiniert von Herrn Mathias Simmerl, zielt das Projekt darauf ab, die vielfältigen beruflichen Perspektiven im Landkreis Freyung-Grafenau sichtbar zu machen und gleichzeitig die kulturellen und natürlichen Schätze des Bayerischen Waldes in den Fokus der jungen Generation zu rücken.

In seiner Eröffnungsrede betonte Mathias Simmerl: „Im Woid dahom zu sein ist kein beruflicher Nachteil, sondern ein Privileg, da man eine Vielzahl moderner Ausbildungsberufe in einer der schönsten Gegenden Bayerns erlernen kann.“ Mit dieser Botschaft möchten die Organisatoren den Jugendlichen zeigen, dass sie ihre beruflichen Träume verwirklichen können, ohne die Heimat verlassen zu müssen. Anstatt wie viele andere den Weg in Großstädte zu suchen, sollen sie die Chancen und Möglichkeiten erkennen, die direkt vor ihrer Haustür liegen.
Der Schulleiter Herr Thomas Aigner hob in seiner Ansprache hervor, dass eine regionale Ausbildung auch exzellente persönliche Entfaltungsmöglichkeiten bietet. Er dankte dem Kollegium und den regionalen Partnern, die mit großem Engagement an der Umsetzung der Teilprojekte mitwirkte: „Ihr Einsatz ist entscheidend für den Erfolg dieser innovativen Form der Projektprüfung, die unseren Schülerinnen und Schülern praktische Erfahrungen bietet und ihre Entwicklung maßgeblich fördert.“
Wirtschaftliche Vielfalt und ein tragfähiges Netzwerk
Der stellvertretende Landrat Franz Brunner, der als Ehrengast anwesend war, unterstrich: „Dieses Projekt zielt darauf ab, den Bezug der Heranwachsenden zu ihrem Landkreis nachhaltig zu stärken.“ Um diesen Anspruch zu erfüllen, wurde ein beeindruckendes Netzwerk geknüpft, das Schule und Wirtschaft eng miteinander verzahnt. Getragen wird dieses Netzwerk durch die Unterstützung zahlreicher Partner aus dem Landkreis, die den Jugendlichen einen authentischen Einblick in die Berufswelt ermöglichen. Das Regionalmanagement des Landratsamtes mit Stefan Schuster und Chiara Löw begleitete das Projekt hierbei aktiv. Zur Veranstaltung konnten zudem die Bürgermeister Josef Gais aus Hohenau und Jürgen Schano aus Grainet sowie die ehemalige Schulleiterin RSD a.D. Frau Stegbauer-Hötzl begrüßt werden.
Enge Kooperationen im Bereich der Bildungseinrichtungen bestanden mit der Berufsschule Waldkirchen, wo Michael Anderle für den Bereich Holztechnik und Holger Kramer für den Bereich Metalltechnik unterstützten, der Fachakademie für Sozialpädagogik mit Rafaela Halser sowie der Hotel- und Tourismusschule Grafenau unter der Leitung von Robert Eberle. Im Bereich Gesundheit und Soziales erfuhren die Schüler wertvolle Unterstützung durch die Berufsfachschule für Physiotherapie mit Peter Hinterberger sowie die Kranken- und Pflegeschule Freyung durch Sandro Gashi und Karin Seiler. Abgerundet wurde das Netzwerk durch Partner aus Wirtschaft und Kultur: Die Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz mit Stefanie Mikla sowie die Konditorei Schreiner mit Franz Schreiner boten tiefe Einblicke ins Handwerk, während kulturelle Aspekte durch Frau Rauscher vom Museum Jagd Land Fluss und kulinarische Bezüge durch Herrn Kerschbaum vom Wirtshaus „Hoamat“ erfolgreich integriert wurden. Durch diese Synergien entstand eine breite Palette an Ausbildungsmöglichkeiten, die den Jugendlichen wertvolle Kontakte für ihre zukünftigen Bewerbungen sichert.
Ein integratives Projekt mit Praxisbezug
Die Bandbreite der Schülerthemen – vom „Vogelhaus aus Holz“ über „Arbeiten mit Blech“ bis hin zu sozialen Themen – spiegelte die Vielfalt der Interessen wider. Besonders beeindruckend waren die digitalen Kochrezepte, die in Zusammenarbeit mit Herrn Kerschbaum („Hoamat“) entstanden, sowie ein interaktives Quartett, das in Kooperation mit dem Museum „Jagd Land Fluss“ entwickelt wurde.

Glanzvolles Finale: Präsentation vor 250 Gästen
Ein besonderes Highlight der Abschlussveranstaltung war die Präsentation der Schulsieger vor den rund 250 anwesenden Gästen in der Aula. Die Sieger wurden zuvor durch eine externe Jury – in Kooperation mit dem Gründerzentrum Freyung-Grafenau – ermittelt. Die Jury, bestehend aus Michael Hackl, Tina Califano und Stefanie Fichtl, zeichnete die Schülerinnen Ina Obermeier, Emmi Weber, Hannah Kanert und Vanessa Weißhäupl (Klasse 9D) für ihre multimediale Präsentation zum Thema „Tennisarm (Epicondylitis lateralis humeri)“ aus. Diese Arbeit, die in Zusammenarbeit mit der Fachschule für Physiotherapie und Sportlehrkraft Martina Herzke entstand, beeindruckte das Publikum durch ihre fachliche Tiefe und professionelle Darbietung.
Mit der Abschlussveranstaltung lud die Schule dazu ein, die Ergebnisse in einer Ausstellung zu würdigen. Das Projekt „Made in FRG – Perspektiven dahoam“ hat eindrucksvoll gezeigt, wie Lebendigkeit und Vielfalt auch im ländlichen Raum erblühen können – ein starkes Fundament für die Zukunft der jungen Generation in ihrer Heimat.









