33 Schüler aus Peking besuchen Realschule Freyung
Ein ganz besonderer Vormittag voller interkultureller Begegnungen und gemeinsamer Erlebnisse fand kürzlich an der Realschule Freyung statt: 33 Schülerinnen und Schüler aus Peking besuchten im Rahmen einer Deutschlandreise die Schule, um gemeinsam mit ihren deutschen Altersgenossen am Unterricht teilzunehmen. Organisiert wurde die Reise vom Deutsch-Chinesischen Bildungsförderzentrum. Dessen Vertreterin und Leiterin der Gruppe Ying Jiang plante den Unterrichtsvormittags in enger Zusammenarbeit mit Biologielehrerin Julia Schreiter.

Gastschüler aus Peking mit ihren Betreuerinnen und Gruppenleiterin Ying Jiang (2. Reihe, 2. v.l.), Schulleiterin der Realschule Ursula Stegbauer-Hötzl (2. Reihe, 4. v.l.) und Biologielehrerin Julia Schreiter (2. Reihe rechts)
Ziel war es, durch gemeinsamen Unterricht und persönliche Begegnungen den Horizont aller Beteiligten zu erweitern. Die chinesischen Jugendlichen wurden bei ihrem Besuch von sechs Betreuerinnen begleitet.
Der Tag begann mit einer Schulhausführung, die von Schülerinnen der Realschule selbst vorbereitet und durchgeführt wurde. Die Gäste erhielten dabei einen ersten Einblick in den Alltag an einer bayerischen Schule und konnten ihre Fragen direkt an die Gastgeber richten – der erste Schritt zu einem offenen und neugierigen Austausch.
Besonders spannend wurde es dann im Englischunterricht: In gemischten Gruppen arbeiteten deutsche und chinesische Schülerinnen und Schüler gemeinsam an einer Aufgabe, bei der sie sich über ihre jeweiligen Schulsysteme, den Alltag in ihrer Heimat und kulturelle Unterschiede austauschten. Englischlehrerin Rita Schinko zeigte sich begeistert: „Unsere Schülerinnen und Schüler hatten die Gelegenheit, ihre Englischkenntnisse in einer realen Situation anzuwenden – das war eine wertvolle Erfahrung.“

Schülerinnen und Schüler der Klasse 6D tauschen sich im Englischunterricht unterstützt von Lehrerin Nadja Uhrmann (Mitte) mit den Gästen aus
Auch in den weiteren Unterrichtsfächern waren die jungen Gäste herzlich willkommen. Im Fach Ernährung und Gesundheit wurden gemeinsam Waffeln gebacken – ein Genuss für alle Sinne, der nicht nur kulinarisch begeisterte, sondern auch als Gelegenheit diente, näher miteinander in Kontakt zu treten. Im Chemieunterricht wurde gemeinsam experimentiert, wobei Neugier und Wissensdurst auf beiden Seiten spürbar waren. Beim Musikmachen mit Boomwhackers und bei Spielen im Sportunterricht rückte der Teamgedanke in den Vordergrund – über sprachliche Barrieren hinweg verstanden sich die Jugendlichen beim gemeinsamen Tun bestens.
Nicht nur die Schülerinnen und Schüler profitierten von diesem Tag: Auch die Lehrkräfte zeigten sich durchweg positiv. „Alle Kolleginnen und Kollegen, bei denen die chinesischen Jugendlichen zu Gast im Unterricht waren, fanden den Besuch sehr gewinnbringend“, betonte Julia Schreiter. Die Schulleiterin der Realschule Ursula Stegbauer-Hötzl sprach von einem besonderen Tag, der deutlich gemacht habe, wie wichtig und bereichernd interkulturelle Begegnungen im schulischen Alltag seien.

Schülerinnen der Klasse 9C backen in der Schulküche mit Gastschülerinnen gemeinsam Waffeln
Der Besuch war geprägt von gegenseitigem Respekt, Offenheit und echtem Interesse an der jeweils anderen Kultur. Für viele deutsche Schülerinnen und Schüler war es die erste direkte Begegnung mit Jugendlichen aus China. Auf Seiten der Gäste aus Peking wurde der herzliche Empfang sehr geschätzt. Am Ende des Vormittags waren sich alle Beteiligten einig: Der kulturelle Austausch war nicht nur lehrreich, sondern auch eine wertvolle menschliche Erfahrung – und hoffentlich nicht die letzte ihrer Art.









