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Mit dem iPad ein Schritt in die digitale Zukunft

Neben neun weiteren Realschulen in Niederbayern und 250 Schulen in Bayern insgesamt, wurde die Realschule Freyung für eines der größten bayerischen Schulversuche ausgewählt: „Digitale Schule der Zukunft“. Dabei ist die 1:1-Ausstattung der Klassen mit privaten, mobilen Endgeräten ein zentraler Punkt. Dieses Vorhaben wird durch den Staat mit einem Förderbeitrag von 300,00 Euro pro Schüler unterstützt. Noch im Juli des vergangenen Schuljahres 2021/22 wurde eine Steuerungsgruppe unter der Leitung des Zweiten Konrektors Christian Attenbrunner eingerichtet, welcher Konrektor Thomas Aigner und die Lehrkräfte Jochen Stockinger, Sven Przesdzink, Dr. Kevin Maier, Philipp Tanzer, Philipp Triebe und Susanna Brunner angehören.

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Simon Reiter, Oliver Redel, Tobias Bauer, Jonas Eiter (alle 6B)


Zunächst stand die Frage im Focus, welches Gerät sich wohl am besten dafür eignen würde. Nach intensiver Diskussion, auch unter dem Hintergrund von Erfahrungen von anderen Schulen, wurde schulintern der Entschluss gefasst, möglichst einheitlich auf das iPad mit dem Eingabestift zurückzugreifen. Mit Gesamtkosten von ca. 460,00 Euro, abzüglich des Förderbetrags, betragen die Kosten für die Eltern letztendlich ca. 160,00 Euro. Dabei spielte auch der Aspekt eine Rolle, dass einkommensschwache Familien sich die „Digitalisierung“ ihrer Kinder leisten können. Ab August erfolgte der private Kauf durch die Eltern. Dabei erstellte ein führender Dienstleister aus München einen passenden Web-Shop für die Realschule. Gleichzeitig ist dieser Dienstleister auch verantwortlich für die Verwaltung und die pädagogische Oberfläche der iPads.

Schon Ende September bzw. Anfang Oktober erfolgte die Lieferung und Ausgabe an die Schulkinder. Nach dem Erhalt wurden diese umgehend in das Schulsystem eingepflegt, ebenso können mittlerweile die Förderanträge durch die Eltern eingereicht werden. Auch dieses Verfahren soll im Pilotversuch evaluiert werden und möglichst unbürokratisch ablaufen. Mit ersten Rückzahlungen ist in Kürze zu rechnen. Eine wichtige Grundvoraussetzung ist ein verlässliches und konstantes WLAN, das der Sachaufwandsträger erfreulicherweise zum Start des Versuchs in Form eines neuen Servers rechtzeitig bereitstellen konnte. Auch das Kultusministerium stellt den Schulen ein Budget für Bildungs-Apps und digitale Schulbücher zur Verfügung. Auch wenn die aktuelle Summe dafür noch nicht vollständig ausreicht, so wird die Schultasche der Schulkinder künftig merklich leichter werden.

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Katharina Peter, Katja Haas, Kathrin Kroiß, Luisa Neiber, Sofia Krompaß (alle 7C) mit Jochen Stockinger (IT-Lehrer)

Des Weiteren stellte sich die Frage, welche Klassen und Jahrgangsstufen für den Modellversuch ausgewählt werden sollten. Weil nur maximal zwei Jahrgangsstufen an dem Projekt teilnehmen können, wurden die 6. und 7. Klassen ausgewählt, also arbeiten künftig etwa 210 Schülerinnen und Schüler der Realschule mit dem iPad. Da die Geräte privat erworben wurden, stehen diese den Realschülern außerhalb der Schulzeit auch für die private Nutzung zur Verfügung – während der Unterrichtszeit jedoch sind für die schulische Arbeit nur die entsprechenden Bildungsapps und die Apps des Schulprofils aktiv. Begleitet wird die Nutzung an der Schule mit durchdachten und breitgefächerten verbindlichen „Verhaltensregeln“ um Störungen oder die missbräuchliche Nutzung zu unterbinden. Da die mögliche Verwendung der iPads als Arbeitsgerät oder zu Hause auch als Gerät für Streaming, Spiele oder soziale Netzwerke für manche Eltern eine Herausforderung darstellt, hat das Kultusministerium auch Online-Fortbildungsangebote für Eltern für die richtige Mediennutzung vorgesehen. Ebenso gehören zum Schulversuch auch Fortbildungsangebote für das Lehrerkollegium: So werden für die Pilotschulen viele regionale und schulinterne Fortbildungsmöglichkeiten angeboten.

So stelle sich beispielsweise immer wieder die Frage nach dem sinnvollen Abwägen der pädagogisch durchdachten Nutzung im Unterricht. An dieser Stelle ist pädagogisches und didaktisches Fingerspitzengefühl gefragt: Die Geräte sollen nicht auf Biegen und Brechen um ihrer selbst willen eingesetzt werden. „Pädagogik vor Technik“ lautet dabei die Devise! Auch im modernen Unterricht sollen und müssen stets der Nutzen und die bestmögliche Wahl des jeweiligen Mediums und der richtigen Unterrichtsmethode im Zentrum stehen. Nach derzeitigem Stand kann der Einsatz der Geräte im Unterricht bereits erprobt werden, Schüler wie Lehrer verfügen mittlerweile über die Kenntnisse zur Erstellung von „Klassennotizbüchern“ und den entsprechenden „Tools und Skills“ zu den digitalen Hefteinträgen, Arbeitsblättern, Erklärvideos und zur Erstellung von Umfragen.

Während des Pilotversuchs findet ein regelmäßiger Austausch mit anderen teilnehmenden niederbayerischen Realschulen statt. Beispielsweise bot die Realschule Schöllnach, die für die niederbayerischen Realschulen als sog. „Ankerschule“ fungiert, ein erstes „Vernetzungstreffen“ an, bei welchem erste Erfahrungen, Probleme, aber auch Best-Practice-Beispiele ausgetauscht werden konnten. Mittlerweile erstellen die Schüler souverän ihre „Hefteinträge“ mit Hilfe des iPads in digitaler Form. Daher ist es kein Wunder, dass nur positive Stimmen von Seiten der Schülerschaft zu vernehmen sind:

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Andreas Kroiß, Lea Wolff, John-Luca Roßgotterer (alle 6B) mit Dr. Kevin Maier (Biologielehrer)


Lea Wolff (6B): „Das iPad ist eine Erleichterung. Man kann die Hefteinträge viel schöner und vielfältiger gestalten. Sie können Inhalte beispielsweise schnell gelöscht, überarbeitet und korrigiert werden. Bereits nach einer Woche hatten wir in der Klasse alles im Griff.“

Oliver Redel (6B): „Wir können zu Viert gleichzeitig an einem Dokument arbeiten und jeder sieht sofort, was der andere schreibt. Das erleichtert die Zusammenarbeit und ist voll cool.“

Luisa Neiber (7C): „Die Schultasche ist viel leichter als früher. Außerdem sind wir kreativer und interaktiver am Unterricht beteiligt.“

Zweiter Konrektor Christian Attenbrunner fasst als Resümee zusammen: „Der Versuch ermöglicht es, dass jeder Schüler ein erschwingliches und leistungsstarkes Endgerät erwerben kann. Für unsere Schule ist der Pilotversuch eine große Chance, endlich digitale Unterrichtsformen live, konsequent und kontinuierlich zu erproben. Dieser stellt zwar eine Herausforderung für Lehrkräfte, Schüler und Eltern dar, er bringt unsere Schule digital aber wieder einen Schritt weiter. Ein kleinschrittiges Vorgehen ist wichtig, ein „Loshoppsen“ würde das Ziel gefährden und ein Stolpern verursachen. Da es sich um einen Versuch handelt, werden wir natürlich auf Schwierigkeiten und Hürden stoßen. Aber aus kleinen Fehlern werden wir lernen und unsere Erfahrungen an die anderen Pilotschulen weitergeben. Schließlich sollte ja ein Ergebnis des Pilotversuchs die Antwort auf die Frage sein, wie in Zukunft unsere Schüler und Klassen ausgestattet sein sollen und mit Hilfe digitaler Medien zukunftsweisend unterrichtet werden können.“

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Schulleiterin Ursula-Stegbauer-Hötzl, Philipp Triebe (Deutschlehrer), Zweiter Realschulkonrektor Christian Attenbrunner (Projektleiter)

Schulleiterin Ursula Stegbauer-Hötzl: „Unsere Schülerinnen und Schüler sind quasi mit digitalen Medien aufgewachsen. Mit der Einführung der iPad-Klassen hält die Anwendung von zeitgemäßer Technik auch Einzug in unserem Schul- und Lernalltag, sie erweitert und verbessert die digitale Kompetenz unserer Kinder - auch wenn immer wieder Geduld und Gelassenheit gefragt ist. Die wichtige Investition in dieses moderne Unterrichtswerkzeug ist schon jetzt eine grundlegende Investition in ihre spätere Berufs- und Arbeitswelt.“

Verschiedene Aussagen der am Projekt beteiligten Lehrkräfte der Realschule gehen in die gleiche Richtung:

Jochen Stockinger: „Man kann sich dem Einzug digitaler Medien im Unterricht nicht verschließen, ich sehe in dem Pilotprojekt die Chance, den nächsten Schritt zu gehen.“

Dr. Kevin Maier: „Der Einsatz digitaler Endgeräte ermöglicht neue Formen des Unterrichts. So können beispielsweise Unterrichtsstunden von den Schülerinnen und Schülern durch die Anwendung verschiedener Apps interaktiv mitgestaltet werden.“

Philipp Tanzer: „Den Schulkindern kann durch den Einsatz eine völlig neue Hilfestellung gegeben werden, z.B. durch Videoanalyse im Sportunterricht. Der Modellversuch eignet sich, wichtige Erfahrungen zu machen und praktische Anwendungsbeispiele zu erarbeiten.“

Philipp Triebe: „Von großem Vorteil ist die Tatsache, dass sämtliche Schüler und Schülerinnen stets alle Materialien dabei und griffbereit haben. Eine Gewichtsentlastung der Schultasche ist neben all den digitalen Vorteilen vor allem für die Jüngeren erwähnenswert!“
So bleibt zu hoffen, dass die „Digitale Schule der Zukunft“ möglicherweise schon in den kommenden Schuljahren auf weitere Jahrgangsstufen ausgeweitet werden kann und von vielen Seiten Zuspruch und weitere Unterstützung erfährt.

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