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Realschule Freyung goes Hollywood

Vier Schüler und Schülerinnen der Realschule Freyung zeigten für die SMV-Vorweihnachtsaktion großes soziales Engagement und wurden dabei vom Bayerischen Rundfunk gefilmt.

Samstag, 10 Uhr morgens auf einem Bauernhof in Waldkirchen. Familie Naglmüller steht wie in einer Perlenkette aufgereiht vor ihrem Bauernhof und wartet aufgeregt. Heute ist ein besonderer Tag, ein Fernsehteam des BR wird gleich um die Kurve fahren und den Sohn Michael filmen.

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Aber nun einmal von Anfang an: Michael ist Klassensprecher einer sechsten Klasse und somit Mitglied in der SMV, der Schülermitverantwortung, der Staatlichen Realschule in Freyung. Er und auch alle anderen Klassensprecher*innen wirken jedes Jahr an verschiedenen Aktionen an der Schule mit. Dieses Schuljahr überlegten sich die Kinder mit Ihren beiden Verbindungslehrerinnen Frau Kathrin Petzi und Frau Liane Weigerstorfer eine besondere Aktion. Sie wollen nämlich in der Vorweihnachtszeit Spenden für Sternstunden e.V. sammeln. Und das geht so: Jeder Schüler und jede Schülerin der RS FRG kann sich in seinem bzw. ihrem Umfeld den ganzen November lang sozial engagieren. Beispielsweise könnten die Kinder für die Oma einkaufen gehen oder dem Vater bei der Gartenarbeiten helfen. Dafür bekommen sie eine kleine Entlohnung und diese behalten sie nun nicht für sich selbst, sondern geben ihren Beitrag bei den Verbindungslehrerinnen oder auch bei den Religionslehrkräften, die die Aktion zusätzlich unterstützen, ab. Gerne dürfen Schüler auch mehrere kleine Aufgaben übernehmen und so mehrere kleine Geldbeträge spenden.

Die Verbindungslehrerinnen kümmerten sich um den Kontakt mit der sehr bekannten Hilfsaktion des BR und Frau Christine Eberle aus dem Bereich der Öffentlichkeitsarbeit des Vereins gefiel der Vorschlag so gut, dass sie die TV- Abteilung einweihte. Auch dort kam die Aktion gut an und schnell stand fest: Der BR will einige Kinder bei ihrem sozialen Engagement begleiten und darüber in der Sternstunden-Sendung am 11.12.2020 berichten.

Und nun kommen wir zurück zu Michael Naglmüller. Als die Aktion von den Verbindungslehrerinnen vorgeschlagen wurde, war der Junge gleich Feuer und Flamme und wollte helfen. Er entschied sich, seinen Vater bei der Gartenarbeit zu unterstützen. Und da boten sich die großen Mengen an Laub an, welche er mit einem Laubbläser auf einen Haufen zusammentürmen und mit Hilfe des Traktors entfernen wollte. Das war sein Plan, das hatte er sich vorgenommen. Nun musste nur noch das Filmteam ankommen. Pünktlich erschien es. Dazu zählten der Redakteur Leonhard Steinbichler, der Filmemacher und Kameramann Jonas Köck und Konrad Großkopf, der für den Ton zuständig war. Nachdem sich alle bekannt gemacht hatten, ging es schon los mit dem Dreh. Souverän erledigte Michael alle Tätigkeiten, die er sich vorgenommen hatte. Seine Familie stand im Hintergrund und schaute genau zu. So eine Chance, Fernsehen hautnah mitzubekommen, hat man nämlich auch nicht alle Tage. Frau Silvia Naglmüller, die Mutter des Jungen, konnte das Filmteam nach getaner Arbeit mit einer sehr wohlschmeckenden Brotzeit über den ersten Hunger hinweg helfen, denn der Drehtag hatte erst begonnen.

Der zweite Drehort war nicht allzu weit entfernt. Selina Dersch, Schülerin und Klassensprecherin einer zehnten Klasse, wohnt in der Nähe von Waldkirchen und auch sie wollte die Spendenaktion tatkräftig unterstützen. Ihre Aufgabe lag darin, mit der gleichaltrigen Nachbarin, die wegen einer schweren Behinderung in einem Rollstuhl sitzt, spazieren zu gehen. Die beiden Mädchen sind befreundet und drehen öfter Mal eine Runde, um die Mutter zu entlasten. Nach der ersten Nervosität hatten beide offensichtlich viel Spaß miteinander. Das Filmteam hatte eine Menge Tricks auf Lager, um die Situationen so natürlich wie möglich wirken zu lassen. Zusätzlich kam für den Dreh hier nicht nur die Profikamera zum Einsatz, sondern sogar eine Drohne.

Weiter ging es nach Freyung. Niklas Kloiber, Schüler und Klassensprecher einer achten Klasse, überlegte sich Folgendes: Er hat einen sehr kinderlieben Hund, die Nachbarskinder nicht. Schnell war die Idee geboren, mit den Nachbarskindern Mina und Jakob, deren Cousine Louisa und Cousin Joni und seinem Labrador Nelli eine kleine Wanderung in ein nahe gelegenes Waldstück zu unternehmen. Die Kinder waren begeistert, da der Hund mit Hilfe von einer Menge Leckerlis allerlei Befehle befolgte und sich ausgiebig streicheln ließ. Allen schien der Ausflug richtig Spaß zu machen.

Am Nachmittag ging es auf zum letzten Drehort in der Nähe von Freyung. Johanna Fuchs, Schülerin und Klassensprecherin einer zehnten Klasse, buk mit ihrer Freundin Elena Oellbrunner zahlreiche Kuchen und Torten vom Allerfeinsten. Johanna und Elena gaben dem Gebackenem noch den letzten Schliff mit Streusel, Zuckerglasur und weiteren Toppings. Um dies besonders gut ins Bild zu bekommen, filmte das BR-Team durchs Küchenfenster. Danach manövrierten die beiden Mädchen ihre Schätze auf einen Leiterwagen und zogen diesen durchs Dorf. Sie klingelten bei den Nachbarn und lösten Kuchen gegen eine kleine  Spende ein. Dies war ein voller Erfolg. Danach hatten die beiden Mädchen noch eine kleine Stärkung für das Filmteam, das sich im Anschluss wieder auf den Weg nach München machte.

Die beiden Verbindungslehrerinnen begleiteten das Filmteam und ihre Schüler und Schülerinnen bei den Aktionen. Beide sind mächtig stolz auf sie. Alle machten sich im Vorfeld so viele Gedanken und scheuten keine Mühen. Auch das Filmteam war recht beeindruckt.

An dieser Stelle sollte auch erwähnt werden, dass die Aktion Sternstunden auch der Schulleiterin Ursula Stegbauer-Hötzl sehr am Herzen liegt. Sie ist stolz darauf, dass die SMV der Staatlichen Realschule das soziale Engagement des BR so ideenreich und tatkräftigt unterstützt.

Nun sind alle gespannt auf den Beitrag in der Sternstunden-Sendung und hoffen, dass sich die anderen Realschüler und Realschülerinnen ein Beispiel nehmen und auch soziales Engagement zeigen. Wenn jeder Einzelne einen kleinen Betrag spendet, dann kommt am Ende doch ein gutes Sümmchen zusammen. Denn mit der Spendenübergabe im Dezember wollen wir alle, dass die Kinder, die  Sternstunden e.V. unterstützt, ein bisschen glücklicher werden und die Hilfe bekommen, die sie brauchen.

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